u kannst Spitzenarbeit leisten – wenn deine Kunden bei Google andere Worte eintippen als die, für die du gefunden wirst, bleibst du trotzdem unsichtbar. Genau hier scheitern viele Betriebe leise: Sie beschreiben sich in ihrer eigenen Fachsprache, während die Kunden ganz andere Begriffe verwenden. Die Folge: zwei Welten, die bei Google nie aufeinandertreffen.
Die gute Nachricht: Du musst die richtigen Suchbegriffe nicht erraten. Du kannst sie herausfinden – mit kostenlosen Mitteln und in wenigen Minuten. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du die Begriffe entdeckst, nach denen deine Kunden wirklich suchen, und wie du sie sinnvoll einsetzt.
Lokale Suche ist Alltag: Nach Angaben von Google hat rund die Hälfte aller Suchanfragen einen lokalen Bezug. Aber Google kann dich nur dann zur passenden Suche ausspielen, wenn deine Inhalte die Begriffe enthalten, die deine Kunden tatsächlich eintippen. Triffst du ihre Sprache, erscheinst du. Triffst du sie nicht, bist du für sie nicht vorhanden – egal, wie gut du bist.
Keyword-Recherche klingt technisch, ist aber im Kern simpel: Du findest heraus, wie deine Kunden denken und suchen – und sprichst dann genau diese Sprache.
Der häufigste Fehler ist, sich in Fachbegriffen zu beschreiben. Ein Betrieb schreibt „parodontologische Behandlung", der Kunde sucht „Zahnfleischentzündung Behandlung". Ein Salon nennt es „Olaplex-Behandlung", die Kundin googelt „kaputte Haare reparieren". Beide meinen dasselbe – aber sie begegnen sich bei Google nie.
Die Regel lautet: Schreib so, wie deine Kunden sprechen, nicht so, wie es in der Branche heißt. Fachbegriffe darfst du behalten – aber die Alltagssprache deiner Kunden muss vorkommen.
Lokale Suchbegriffe folgen fast immer einem Muster: Leistung + Ort, oft ergänzt um einen Zusatz, der die Absicht zeigt. „Friseur Leipzig", „Elektriker in der Nähe", „Sanitär Notdienst [Stadtteil]", „Italiener Tisch reservieren [Ort]". Der Ortsbezug („in [Stadt]", „in der Nähe") ist dabei der entscheidende lokale Hebel – und genau der fehlt vielen Betrieben auf ihrer Website.
Achte auch auf Zusätze, die Kaufabsicht verraten: „Termin", „Notdienst", „heute", „Preis", „in der Nähe". Wer so sucht, will meist sofort handeln.
Du brauchst keine teuren Tools. Diese Quellen sind gratis und liefern dir die Sprache deiner Kunden direkt:
Google-Suchvorschläge (Autosuggest). Tipp deine Leistung bei Google ein und schau, was Google automatisch ergänzt. Diese Vorschläge basieren auf echten Suchanfragen – eine Goldgrube.
„Andere fragten auch". Direkt in den Suchergebnissen zeigt Google verwandte Fragen. Sie verraten dir, was Menschen rund um dein Thema wirklich wissen wollen – perfekt für Texte und FAQ.
Verwandte Suchanfragen. Ganz unten auf der Ergebnisseite listet Google ähnliche Suchen. Auch das sind echte Begriffe aus echten Suchen.
Google Maps. Such dort nach deiner Leistung und schau, mit welchen Begriffen Wettbewerber gefunden werden und wie sie sich beschreiben.
Hör deinen Kunden zu. Welche Worte nutzen sie am Telefon, im Laden, in E-Mails? Genau diese Begriffe googeln sie auch. Niemand kennt die Kundensprache besser als du.
Schau auf die sichtbare Konkurrenz. Welche Begriffe verwenden die Betriebe, die bei deiner Leistung ganz oben stehen? Kopier nichts, aber lass dich inspirieren.
Wenn du tiefer einsteigen willst, helfen kostenlose Tools wie Google Trends, der Keyword-Planer (gratis mit Google-Ads-Konto) oder eingeschränkt nutzbare Dienste wie AnswerThePublic oder Ubersuggest.
Viele jagen den großen, allgemeinen Begriffen hinterher – „Friseur", „Restaurant". Doch genau dort ist die Konkurrenz am härtesten und die Absicht am unklarsten. Für KMU sind die längeren, spezifischen Suchbegriffe wertvoller: „Balayage für dunkle Haare Leipzig" oder „glutenfreies Restaurant [Stadtteil]". Diese sogenannten Long-Tail-Keywords haben weniger Konkurrenz, sind leichter zu erreichen – und die Menschen, die so suchen, wissen meist schon genau, was sie wollen. Höhere Kaufabsicht, geringerer Wettbewerb: ideal für dich.
Begriffe zu kennen reicht nicht – sie müssen an die richtigen Stellen. Bau deine wichtigsten Keywords natürlich ein: in die Seitentitel, in Überschriften, in den Fließtext und in dein Google-Unternehmensprofil. „Natürlich" ist dabei das Schlüsselwort: Schreib für Menschen, nicht für die Suchmaschine.
Drei Stolperfallen sehen wir immer wieder. Keyword-Stuffing – das krampfhafte Wiederholen eines Begriffs. Das wirkt unnatürlich und wird von Google eher abgestraft als belohnt. Nur generische Begriffe – wer ausschließlich auf „Friseur" zielt, geht im Wettbewerb unter. Und den Ort vergessen – ohne lokalen Bezug verschenkst du den wichtigsten Hebel der lokalen Suche.
Nimm dir 20 Minuten: Tipp deine drei wichtigsten Leistungen bei Google ein, notiere die Suchvorschläge und die „Andere fragten auch"-Fragen. Schau, welche „Leistung + Ort"-Kombinationen auftauchen. Daraus hast du sofort eine Liste echter Begriffe – die du dann in Titel, Texte und Profil einbaust.
Die richtigen lokalen Keywords sind die Brücke zwischen dem, was du anbietest, und dem, wonach deine Kunden suchen. Wer diese Brücke baut, wird gefunden – gezielt, nicht zufällig.
Wie gut dein Betrieb insgesamt aufgestellt ist, kannst du in zwei Minuten auf unserer Seite zur lokalen Sichtbarkeit selbst testen. Und wenn du keine Lust hast, dich allein durch die Recherche zu arbeiten: In einem kostenlosen Erstgespräch finden wir gemeinsam die Begriffe, die dir die richtigen Kunden bringen. Ehrlich, unverbindlich, auf den Punkt.
Dieser Beitrag ist Teil unserer Reihe zu lokaler Sichtbarkeit. Den Einstieg findest du hier: Wie wird mein Betrieb bei Google gefunden?
(Die genannten Daten stammen überwiegend aus dem internationalen Raum; die Tendenzen gelten erfahrungsgemäß auch für den deutschen Markt.)

Michael Heubeck ist ein erfahrener Dozent, Seminarleiter und Marketingexperte mit breitem Branchenhintergrund. Derzeit ist er als Dozent und Seminarleiter für Marketing, Marketingmanagement und internationale Weiterbildung tätig. Darüber hinaus ist er als Senior B2B Marketing Manager im Bildungsbereich tätig. Michael Heubeck verfügt über umfassende Marketingexpertise und sammelte Erfahrungen als Head of Marketing in der deutschlandweiten Sicherheitsbranche. Darüber hinaus hat er als Performance Marketing Manager in der KRITIS-Branche, die kritische Infrastrukturen umfasst, wertvolle Einblicke gewonnen.
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